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Babsi 13.05.2016

Ich stelle mich kurz vor, mein Name ist Barbara N., bewusst schreibe ich mein Geburtsdatum dazu, damit Sie die Zeitabstände ungefähr wissen, also 23. 03. 1967. Meine beiden Söhne Martin, 27,  Landschaftsgärtner und Daniel, 24, Hortleiter unterstützen mich in jeder Lebenslage.

 

Nun zu meiner Krankengeschichte, die bereits 2007 mit der Diagnose Brustkrebs. Mir wurde meine linke Brust amputiert, die ich bis heute nicht wiederaufbauen ließ. Es folgten sechs Zyklen Chemotherapie und 33 Bestrahlungen, da der Wächterlymph und 14 weiter Lymphe betroffen waren. Danach bekam ich alle drei Wochen die Antikörper Herceptin. Unmittelbar bevor ich die bekannte fünf – Jahres - Grenze erreichte, stellten die Ärzte eine Lebermetastase fest, also es wurde für mich gewiss, der Brustkrebs hatte bereits noch mehr gestreut. Diese wurde operabel entfernt und zugleich wurden mir die Eierstöcke zur Vorsorge entfernt. Ich erhielt abermals eine Chemo, jedoch in Tablettenform. Zwei Jahre später wurde am rechten Schambeinast eine weitere Metastase entdeckt. Da ich eine Bestrahlung ablehnte, um nicht anschließend mit zwei seitlichen Ausgängen leben zu müssen, bekam ich eine weiter Chemo in Tablettenform. Da jedoch diese überhaupt nichts an der Verstoffwechselung der Metastase veränderte, musste ich mich erneut der stärksten Chemo all jener, die ich bereits schaffte, unterziehen. Im Anschluss daran wurde mit einer Erhaltungstherapie begonnen, welche ich mittlerweile zum 33. Mal per Infusionen erhielt. Diese besteht aus den Antikörpern Herceptin und Perjeta alle drei Wochen und der Zometa - Infusion einmal im Monat. Mit der Aussicht, diese bis zu meinem Lebensende bekommen zu müssen. Während dem gesamten Krankheitsverlauf nahm ich zudem die unterschiedlichsten Hormontherapien ein. Die häufigen Untersuchungen dazwischen erwähne ich nicht extra, denn diese kann sich ja in meinem Fall bestimmt jeder vorstellen.

 

Tja warum erzähle ich das alles? Ich möchte mit meiner Geschichte all jenen Mut machen, die gerade eine Krebsdiagnose erhalten haben und auch jenen, die mittendrin stecken und daher nur noch mit Angst leben. Glauben Sie mir, auch ich habe Tage mit Tiefs, das dürfen wir uns auch erlauben und haben selbst Gesunde. Doch im großen und ganzen bin ich trotz der langen Geschichte humorvoll, zuversichtlich und lebensfroh. Unser Körper hält mehr aus, als wir vermuten. Und Krebs ist mit der heutigen Zeit nicht mehr die schlimmste Krankheit. Nein auch Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes u.u.u. sind lebensbedrohlich.

 

Meine Absicht ist es nicht, Sie mit Rat zu erschlagen, nein, jedoch ein paar Tips möchte ich Ihnen mitgeben. Während der Jahre habe ich gelernt, mitzureden bei den Ärzten. Es ist mein Körper und mein Leben. Und ganz alleine ich trage die Verantwortung über mich. Setzen Sie sich nicht unter Druck, Sie müssen Ihr Leben total umkrempeln. Die Dinge kommen von selber. Lassen Sie sich nicht verrückt machen, das und das und das muss ich dazu nehmen. Ihr Körper sagt Ihnen, was er braucht, Sie sollten nur auf Ihn hören. Leben Sie im Augenblick. Was gestern war, ist vorbei und lässt sich nicht mehr ändern und was morgen ist, weiß selbst ein im Glauben Gesunder nicht. Genießen Sie jede Minute bewusst, in der es Ihnen besser geht und tun Sie, was Ihnen gut tut. Es gibt vieles, was nichts kostet und so schön und gut für unseren Körper ist. Wenn Sie noch arbeiten, trauen Sie sich zu sagen, wenn Sie Pausen brauchen oder nehemen Sie sich auch mal Auszeit. Auch wenn wir`s nicht glauben wollen, es läuft auch ohne uns und schneller, was uns lieb ist. Verschieben Sie nichts, was Sie gern tun, wir leben jetzt. Und versuchen Sie trotz allem, zumindest tageweise auch wiedermal unbeschwert zu leben.

 

So jetzt aber hab ich genug über mich erzählt. Es bleibt mir nur noch, Ihnen das Allerbeste zu wünschen und Kopf hoch, wenn man glaubt, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. Dieses Sprichwort stimmmt sehr wohl, ich habe es immer wieder erlebt.

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